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Bauvorhaben
Quelle: DCV

(schon über 3.554 Unterschriften!)

Standpunkt

Dem Verein »Freunde des Augartens« geht es in der Diskussion nicht um die Flaktürme, sondern um den Augarten. Die Mitglieder befürchten, dass durch die mögliche industrielle Nutzung der Flaktürme der weiteren Verbauung des Augartens Tür und Tor geöffnet wird.

Stein des Anstoßes – ein Daten-Hochsicherheitslager in beiden Flaktürmen

Die Republik österreich ist Eigentümerin des Augartens und der Flaktürme. Diese stehen wie der Augarten unter Denkmalschutz. Die Flaktürme befinden sich in dem als Parkschutzgebiet gewidmeten Park.

Seit März 2002 sind die Türme an die Firma DCV Planung-und ErrichtungsGmbh vermietet.Die DCV plant in den beiden Flaktürmen ein Datencenter für den Betrieb von Servern sowie ein Bürohaus zu errichten.

Detaillierte Pläne und Berechnungen sind den Anrainern bis heute nicht bekannt.
Die erste Anlaufstelle im behördlichen Verfahren, das Bundesdenkmalamt, erteilte dem Ansinnen eine klare Absage.
Auch ein neuerlicher Antrag der DCV wurde vom Bundesdenkmalamt abgelehnt.
Der negative Bescheid des Denkmalschutzes wird aktuell durch einen positiven Bescheid des Bildungsministeriums aufgehoben - jetzt fehlt nur mehr die Baugenehmigung der Stadt Wien als Baubehörde!

Die hier zitierten Eckdaten stammen aus drei Informationsveranstaltungen, veranstaltet vom Aktionsradius Augarten, Teilnehmer war u.a. Wolfgang Bleim von der DCV.


Datencenter sind Industrieanlagen und gehören in Industriegebiete.

Die Eckdaten, Quelle DCV:

  • Zubau von 3 Büroetagen am Flakturm
  • Hochsicherheits-Innenausbau für 50.000 Rechner
  • Anbau eines Stiegenhauses
  • Anbau eines Aufzugs-Schachtes
  • öffnung des Turms für Transporte durch den Park
  • Unterirdischer Zufahrtstunnel zum runden Flakturm
  • Verbindungstunnel zwischen beiden Flaktürmen
  • Einbau von Notstrom-Dieselgeneratoren
  • Zu- und Ableitung von Kühlwasser aus dem Donaukanal
  • Schaffung einer Zufahrtsmöglichkeit für Einsatzfahrzeuge
  • Bau eines ebenerdiges Gebäudes beim neu zu schaffenden Eingangsbereich

 

Der Verein wollte wissen, welcher technische Aufwand sich hinter einem Datencenter verbirgt. Immerhin garantieren Datencenter ihren Kunden einen störungsfreien Betrieb von 24 Stunden und 365 Tagen im Jahr.

Der Verein hat zusätzlich Europas größten Betreiber von Datencentern um einen Vergleich des im Augarten geplanten Bauvorhabens hinsichtlich der technischen Anforderungen – soweit bekannt – befragt. Der Marktführer meint, die augenscheinlichsten Unterschiede seien, dass das im Augarten geplante Datencenter aufgrund der Bombensicherheit einem noch höheren Sicherheitsstandard entsprechen könnte und fünfmal so groß wie das eigene in Floridsdorf sei. Ansonsten seien die Datencenter von der inneren Struktur her vergleichbar.

Datencenter verwalten hochsensible Daten ihrer Kunden. Dafür müssen sie ihren Kunden garantieren:

  • Jederzeit freien Zutritt, also Tag und Nacht, Montag bis Sonntag, um die Server zu warten
  • Störungsfreier Betrieb ist oberstes Gebot in einem Datencenter! Im Falle eines Stromausfalls sorgen Notstrom-Dieselaggregate für eine reibungslose Stromversorgung.
    Diese werden aus reinen Sicherheitsgründen angeworfen, um sie zu testen. Für den Augarten würde das heißen: Zigtausende Liter Diesel werden für Testzwecke in die Luft geblasen, die über dem Augarten und den angrenzenden Bezirken niedergehen würden
  • Ständige Lagerung von Tausenden Litern Diesel für den Notfallbetrieb bei Stromausfall auf dem Betriebsgelände